Aufgabe deiner Website

Welche Aufgabe hat Deine Website?

Bist du drin?

Bis vor ein paar Jahren war die Welt noch geteilt in Unternehmen mit und ohne Website. Fast alle Firmen sind irgendwie „drin“ im Netz und wenn es nur mit einer einfachen Webvisitenkarte ist. In der Zwischenzeit sind die Anforderungen an einen Auftritt im Netz deutlich gewachsen. Die „User“ sind erwachsen geworden und erwarten einiges. Vor allem wollen sie wissen, woran sie bei dir sind.

>>Was passiert auf der Seite? Kann ich einkaufen, werde ich informiert?<<

Viele Unternehmen trennen aus dem Grund ihre Vertriebsplattform von der Unternehmens-Website. Das hat für dich den Vorteil, deine Seitenbesucher nicht unnötig zu verwirren. Wer einkaufen möchte, interessiert sich nicht unbedingt für deine neuesten Pressemeldungen. Wenn dein Besucher sich „verläuft“, verärgert ihn das und er geht! Mit großer Sicherheit wird er so schnell nicht wiederkommen.

Wie lautet die Mission deiner Website?

Ja, Mission! Es geht bei deiner Website um mehr, als einfach alles, was du hast, da drauf zu packen, wie es viele tun. Überleg dir, welches Ziel du mit deiner Seite erreichen möchtest. Auch hier gilt, die Form und die Struktur sollte sich ihrem Zweck unterordnen.

Form follows function - Welchen Zweck hat deine Website? Click to Tweet

In Onlineshop dominieren oft Bilder, um die Produkte möglichst attraktiv zu präsentieren.Dagegen ist eine informative Unternehmensseite deutlich textlastiger.

Wenn du deine Website planst, ist es also wichtig, die Frage zu beantworten, was ihre Aufgabe ist. Überlege dir genau, was du mit deiner Seite erreichen möchtest.Willst du direkt auf der Seite verkaufen oder dein Unternehmen vorstellen? Bist du beratend tätig und soll die Internetpräsenz zeigen, was du kannst?

Ich stelle hier ein paar „typische“ Arten von Unternehmensseiten vor. Es gibt noch mehr mehr Websitetypen, aber das sind die gängigen. Finde heraus, welcher Typ am ehesten zu dir und deinem Unternehmen passt.

1. Der Shop

Eine Shop Seite verfügt über notwendige Funktionen wie eine Kundenanmeldung, Warenkorb, verschiedene Bezahlarten, Widerufserklärung und AGB. Das Ziel ist ganz klar der Verkauf. Daher stehen die Produkte im Mittelpunkt. Produktinformationen werden durch Kundenbewertungen, Empfehlungen und zahlreiche Fotos unterstützt.

Manche Shopbetreiber erweitern ihre Produktinformationen, zum Beispiel mit Anleitungen, wie ihre Produkte funktionieren oder was man damit machen kann. Der Shop  bzw. die Produktseite direkt sind aber keine guten Orte dafür, denn hier geht es darum, zu verkaufen. Davon solltest du deine Kunden nicht abhalten. Eine Lösung dafür wäre, Anleitungen und Empfehlungen auf eine separate Website oder einen eigenen Menüpunkt auszulagern. Bei Shops ist es wichtig, darauf zu achten, dass dein Kunde leicht einkaufen kann. Dazu gehört eine übersichtliche Navigation, eine gute Orientierung auf der Seite und eine möglichst einfache Bestellstrecke. Wenn du dir nicht sicher bist, lass einen erfahrenen UX-Profi einen Blick auf deinen Shop werfen.

Für den Onlinehandel gelten besondere rechtliche Vorgaben. Informiere dich genau und achte darauf, dass dein Shop rechtssicher ist, um keine Abmahnung zu riskieren. Mehr Informationen dazu findest du im E-Commerce Ratgeber der Uni Regensburg.

Für wen ist eine Shopseite empfehlenswert?

Für jeden, der direkt auf seiner Internetseite zahlreiche verschiedene Produkte vertreibt. Wenn es nur um wenige Produkte oder digitale Produte wie zum Beispiel E-Books handelt, ist eine Abwicklungsplattform vielleicht eine gute Alternative zu einem eigenen Shop.

2. Die Corporate Website

In vielen Unternehmen erfüllt die Website eine Art Ankerfunktion: Hier sind alle Informationen zum Unternehmen zusammengetragen. Interessierte Kunden oder Journalisten finden leicht den richtigen Ansprechpartner. Die Corporate Website ist die Unternehmenszentrale im Internet. Die Informationen sind klar und übersichtlich strukturiert und spiegeln sich in der Navigation wider, zum Beispiel mit selbst erklärenden Menüreitern, die „Über uns“, „Presse“, „Privatkunden“ oder auch „Jobs“ heißen.  Auch weitergehende Angebote wie ein Shop oder ein Blog sind verlinkt. Manche Corporate Websites richten auch einen „Newsroom“ ein, in dem ein Stream aus verschiedenen Kanälen zusammengetragen wird, ob aus Neuigkeiten über das Unternehmen, Veröffentlichungen in der Presse oder auch aus den sozialen Medien. Mehr Informationen und Beispiele zu Newsrooms .

Für wen ist die Corporate Website?

Vor allem für Unternehmen, die auf ihrer Website informieren wollen, ist die Corporate Website sinnvoll. Sie bietet eine solide Plattform, um als Kunde auf unterschiedliche Weise Kontakt aufzunehmen und Informationen zentral zu präsentieren.

3. Der Corporate Blog

Seit Jahren steigt die Zahl der Blogs stetig an. Es gibt private, Fachblogs und immer mehr sogenannte Corporate Blogs. Diese Unternehmensblogs nehmen Themenfelder rund um die Produkte einer Marke auf, zum Beispiel Artikel zu Mode bei einer Fashionmarke, Rezepte und Tipps rund um den Haushalt bei einer Drogerie. Ein Corporate Blog informiert, erzählt Geschichten und gibt die Gelegenheit mit interessanten Interviews zum Beispiel mit Testimonials oder Kundenbeiträgen die Marke kennenzulernen. Auch für kleine Unternehmen ist ein Blog eine gute Möglichkeit, sich kompetent zu präsentieren.

Für wen ist der Corporate Blog die beste Wahl?

Ein Corporate Blog ist eher als Zusatzangebot zu einem Unternehmensauftritt zu sehen. Dafür ist die Bereitschaft notwendig, einen Blog regelmäßig zu pflegen. Grundsätzlich ist es ein toller Weg für große und kleine Unternehmen, durch Information einen Mehrwert zu liefern. So können aus interessierten Lesern später vielleicht Kunden werden. Peer Wandiger und das Magazin t3n haben ein paar gelungene Beispiele für Corporate Blogs zusammengetragen.

Was mache ich, wenn ich einen Shop habe, viele Unternehmensinformationen und bloggen möchte?

Eine sinnvolle Lösung ist, diese unterschiedlichen Funktionen deutlich über die Navigation oder  durch verschiedene Internetadressen zu trennen. Das macht das Angebot auf der jeweiligen Website deutlich und deine Kunden finden sich leichter zurecht.

Hilf deinen Kunden!

Fazit: Es ist sinnvoll, den Seitentypen möglichst klar zu halten, denn Seitenbesucher brauchen Orientierung. Sie wollen schnell wissen, ob sie „richtig“ sind. Wenn sie finden, was sie erwartet haben, ist das eine gute Grundlage, um sie auf deiner Seite zu halten. Egal was du mit deiner Seite erreichen möchtest: Sie kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn deine Besucher sich gerne und viel auf der Seite bewegen. Ein Blick auf die eigenen Surfgewohnheiten hilft: Wie lange bist du bereit auf einer Website herauszufinden, worum es geht? Sorg dafür, dass deine Besucher sich wohlfühlen.

Welche Seitentypen kennt ihr noch, die für geschäftliche Seiten wichtig sind? Lasst es mich wissen über die Kommentare.