Pixlr Editor

Der Pixlr Editor – Bilder schnell und einfach bearbeiten

Der Pixlr Editor – Bilder schnell bearbeiten

Für Anwender, die professionell Bilder bearbeiten geht kein Weg an Photoshop vorbei. Der Platzhirsch unter den Bildbearbeitungsprogrammen hat für Laien einen Nachteil. Der große Funktionsumfang macht es unübersichtlich und unter uns: für die meisten kleinen Aufgaben ist es wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Der Pixlr Editor ist für dich das richtige Werkzeug, wenn du etwas suchst, das:

  • browserbasiert nutzbar ist
  • einfach zu bedienen ist
  • schnell arbeitet
  • gut dokumentiert ist
  • kostenlos nutzbar ist

 

Achtung, es gibt zwei Varianten!

Bild öffnen im Pixlr Editor
Bild öffnen im Pixlr Editor

Pixlr stammt aus der Autodesk-Schmiede, die auch die geniale Sketchbookapp herstellt, mit der Sketchnote-Träume wahr werden. Autodesk stellt eine ganze Familie von Bilderapps her, zum Beispiel eine ganz amüsante Bilderapp, wenn es ganz schnell gehen muss: Pixlr-O-Matic ;-).

Es ist ein wenig verwirrend, was Autodesk auf der Startseite anzeigt. Zwei Varianten sind zu sehen: Pixlr Editor und Pixlr Express. Der Editor bietet dir Ebenen, Masken und weitere Funktionen zur Verfügung, mit denen der Pixlr Express nicht dienen kann. Dafür ist er auch für mobile Geräte als App und als Download für den Desktop erhältlich.  Wenn du also möglichst nah an Photoshop dran sein möchtest, ruf den „Editor“ im Browser auf:

 

Übrigens: Die Nutzung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich!

So sieht die Oberfläche aus:

Die Oberfläche vom Pixlr Editor
Die Oberfläche vom Pixlr Editor

Was ist der Editor von Pixlr?

Wenn du die Anwendung aufrufst, sieht die Oberfläche Photoshop recht ähnlich und entspricht ungefähr den alten Versionen, die es vor der Creative Suite gab. Der Funktionsumfang reicht völlig aus, um kleine Retuschen auszuführen, Bilder farblich einzustellen, Collagen zu bauen und vieles mehr.

Kurz und gut:Der Pixlr Editor hat alles, das du brauchst um deine Bilder für Social Media Posts oder deinen Blog aufzubereiten.

Wo ist der Haken?

Im Verhältnis zu Photoshop hat Pixlr ein paar Nachteile.

  • Funktionsumfang ist geringer als bei Photoshop
  • nicht geeignet für die Erstellung von Drucksachen
  • englische Sprache, leider nur teilweise übersetzt
  • Werbung wird angezeigt
  • arbeitet nicht mit der Adobecloud zusammen.
  • Internetzugang für die Nutzung  erforderlich

Wann ist der Pixlr Editor nichts für mich?

  • zu deinem Workflow gehört die Adobe Cloud mit verschiedenen, miteinander verknüpften Produkten
  • du machst professionelle Retusche
  • du benötigst druckfähige Daten

Anwendungsgebiete

Ich nutze hauptsächlich den Editor, wenn ich kleine Retuscheaufgaben habe oder mit wenigen Ebenen arbeiten möchte. Dann öffne ich mein Bild, bearbeite es und speichere es auf meinem Rechner, fertig! Ein paar Beispiele für Anwendungen:

  • sauberes Beschneiden/Ausrichten eines Bildes
  • Umfärben von Bildteilen
  • Arbeiten mit Masken für Retuschen
  • Mehrere Bilder miteinander verschmelzen
  • eigene abstrakte Hintergründe für Memes
  • rote Augen oder andere störende Objekte entfernen
  • Dinge verfremden wie Kennzeichen, Gesichter

Was kann der Pixlr Editor?

Bearbeiten

Der Bearbeiten-Dialog im Pixlr Editor
Der Bearbeiten-Dialog im Pixlr Editor

Ein Blick in die Menüdialog zeigt dir, was in dem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm drin steckt.

Egal aus welcher Quelle du ein Bild erstellst, du hast mehrere Möglichkeiten es am Ende der Bearbeitung abzuspeichern: als png, jpg, gif, Tiff oder in pixlr-Ebenen. Der „Bearbeiten“-Dialog enthält die üblichen Funktionen und hier findest du auch den „frei transformieren“-Befehl, mit dem du Bilder skalierst oder verzerrst.

Die Funktionen rund um die Auswahl sind im Verhältnis deutlich reduziert, aber eine Umkehr ist zum Beispiel möglich.

Übrigens: Die meisten Befehle sind auch per Shortcut über die Tastatur möglich und stehen jeweils rechts. Wer Photoshop kennt, kann damit sofort arbeiten.

 

Bild

Der Bild Dialog im pixlr Editor
Der Bild Dialog im pixlr Editor

Unter dem Punkt Bildgröße kannst du dein eigenes Bildformat einstellen, allerdings nicht die Auflösung, denn die ist automatisch weboptimiert.

Das ist auch der Grund, warum Pixlr nichts für die professionelle Aufbereitung von Druckdaten ist. Hinzu kommt, dass der für den Druck notwendige CMYK-Farbmodus nicht verfügbar ist. Also, only for web!

Die Qualität lässt sich über den Schieberegler einstellen und hat maßgeblichen Einfluss auf die Bildkomprimierung.

Wenn du unsicher bist, nutze einfach die Voreinstellung. Es ist ein wenig unlogisch, aber andere Transformationen wie drehen und spiegeln sind statt im „Bearbeiten“-Dialog hier untergebracht. Na ja, Hauptsache sie sind da.

Ebenen

Die Ebenen im Pixlr Editor
Die Ebenen im Pixlr Editor

Das Prinzip der Ebenen ist großartig und hat die Adobeprodukte berühmt gemacht. Wie Zwiebelschalen kannst du mit Ebenen Dinge übereinander legen ohne den eigentlichen Inhalt zu verändern. Das ist bei umfangreichen Collagen oder schwierigen Retuschen Gold wert. Für Bildbearbeitungslaien ist der wichtigste Tipp: Dupliziere deine Ursprungsebene, damit bei fehlgeschlagenen Versuchen das Original noch da ist!

Dieser Dialog ist übrigens ein Beispiel für die interessante Übersetzung…;-)

Hier findest du alle wichtigen Funktionen rund um Ebenen. Fast ein wenig versteckt ist der „Ebenenstil“, der nur auf der ausgewählten Ebene Schlagschatten und ähnliche Dinge möglich macht.

Wenn du mehrere Bilder in einem zusammenführen möchtest, zum Beispiel einen abstrakten Hintergrund mit einem Vordergrund, ist die Option „Open Image as layer“ der einfachste Weg.

Alternativ kannst du mehrere Bilder öffnen und aus der Ebenenpalette die entsprechende Ebene (aufrufen über Ansicht->Ebene) in das andere Bild ziehen per drag and drop. Automatisch wird eine weitere Ebene angelegt.

 

 

Anpassungen im Pixlr Editor
Anpassungen im Pixlr Editor

Oft ist die Auto-Tonwertkorrektur schon sehr hilfreich. Darüberhinaus bietet dir der Anpassungen-Dialog viele Einstellmöglichkeiten, um dein Bild farblich zu optimieren.

Helligkeit und Kontrast sind vor allem wichtig, wenn du dein Bild monochrom haben möchtest, also eher schwarz-weiß oder mit einem Ton eingefärbt. Auch für Farbbilder lassen sich Schwächen im Bildkontrast gut ausgleichen.

Neben den Gradationskurven kannst du über Farbton/Sättigung deinem Bild eine gänzlich andere farbliche Tönung geben. Mit der Sepia Funktion oder der Alterung hast du mit einem Klick ein Bild im Vintage-Stil erzeugt.

Manche Bilder brauchen nur in einem Teil des Farbspektrums mehr Farbe. Dafür bietet sich Color Balance an. So ist es möglich zum Beispiel den eher blass geratenen Himmel hell leuchtend zu bekommen.

 

Filter

Filter im Pixlr Editor
Filter im Pixlr Editor

Keine Frage: Pixlr bietet dir nicht soviele Filter wie Photoshop. Wenn du einen ausgeprägten Spieltrieb hast, wird es sicher ausreichen. Hier findest du vor allem Features, die einer schnöden Farbfläche mit einem Klick eine Struktur verleiht. Das finde ich sehr hilfreich, um Zitate schön in Szene zu setzen und insgesamt Hintergründe für Social Media Posts zu erstellen.

Natürlich kannst du auch mehrere Filter hintereinander kombinieren, aber vergiß nicht, dass du Pixlr nutzt, weil du schnell ein Bild bearbeiten möchtest ;-).

 

Kurzer Querschnitt gefällig?

In diesem Video zeige ich dir ein paar Werkzeuge und Features, die der Pixlr Editor bietet:

 

Fazit:

Der Pixlr Editor ist ein mächtiges Tool, um deine Bilder schnell und kostenlos zu bearbeiten. Wenn du nicht gerade Profi bist oder hochaufgelöste Daten für den Druck benötigst, bietet er dir alles, was du für eine Bildoptimierung benötigst. Ein wenig damit auseinandersetzen musst du dich schon, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Dafür hast du volle Entfaltungsfreiheit!

Erzähle mir in einem Kommentar, was du gerne über den Pixlr Editor noch wissen würdest. Ich freue mich, wenn dir Artikel dir gefällt und du es weiterzählst ;-).

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