Wege aus der Ideenflaute

Kreativität auf Knopfdruck!

Wenn du auf die Blockade triffst

Es gibt Momente in deinem Leben als Unternehmer, wo du unbedingt eine Idee brauchst, kreativ sein solltest und einfach nur blockiert bist. Was dann?

Im Designstudium habe ich schnell gelernt, das es manchmal ein paar Tricks erfordert, um auf Knopfdruck Ideen zu entwickeln. Jeder professionelle Kreative wird mir zustimmen, wenn ich sage: Irgendwann trifft es jeden und meist, wenn es gar nicht passt. Vielleicht ist es ein Trost für dich, dass du eine Menge Dinge tun kannst, um in den Kreativmodus zu kommen. Dabei ist es egal, ob du eine Marketingidee brauchst, ein Motto für deinen Messestand suchst oder ein Produkt entwickelst.

Vor allem wenn der Druck groß ist, jetzt einen “genialen” Einfall zu haben, herrscht Ideenflaute. Das ist logisch, denn Kreativität findet in einem anderen Hirnareal statt als analytisches oder rationales Denken. Zunächst geht es darum, loszulassen und deinen Kopf frei zu bekommen vom Druck.

5 Dinge, die du sofort tun kannst, um in den Kreativmodus zu kommen

  1. Sport und Bewegung – bring‘ deinen Körper in Schwung

Von Natur aus bin ich nicht die Sportlichste, aber ich weiß wie körperliche Bewegung meinen Geist in Gang bringt. Falls du gerne läufst oder Rad fährst, nimm dir jetzt die Zeit um in der Bewegung die Gedanken fließen zu lassen. Eine Blockade bedeutet ja auch, dass gerade nichts fließt…

Also, ziehe deine Sportklamotten an und gehe raus. Ich persönlich gehe gerne spazieren in schöner Umgebung, sammle Steine an der Ostsee oder suche im Herbst nach Pilzen. Das heißt ich bewege mich, entspanne und lasse den Blick schweifen.

Wenn dein Kopf frei ist, kommen die Ideen von ganz allein. Click to Tweet
  1. Wenn Wasser fließt, fließen auch Gedanken

Viele Leute haben geniale Ideen in der Sauna, der Badewanne oder unter der Dusche. Wasser auf der Haut ist immer eine gute Idee. Vielleicht ist es der Temperaturwechsel, das andere Körpergefühl oder auch das fließende Wasser, dass die Blockade in Fluß verwandelt. Ich bin mir sicher, wenn dein Kreislauf  in Schwung kommt folgen deine Gedanken.

Apropos Wasser: Denke daran genug zu trinken, am Besten Wasser. Auch das unterstützt deine Kreativität und Leistungsfähigkeit.

  1. Nimm ein Buch in die Hand und lass dich inspirieren

Als bekennende Vielbuchbesitzerin greife ich manchmal auch wahllos in mein Regal. Am leichtesten bekomme ich Inspiration aus Büchern, die aus dem Themenbereich stammen. Wenn ich auf der Suche nach einer Bildidee für eine Illustration bin, blättere ich gerne in Kunstbildbänden und lass mich inspirieren bei den alten und neuen Meistern.

Aber Vorsicht: Fast alles ist schon gedacht, formuliert, gemalt und fotografiert worden. Versuche also nicht, das Rad neu zu erfinden! Dieser Anspruch macht dir Druck und führt zu keinem Ergebnis. Beschäftige dich lieber damit, wie dein Weg aussieht, etwas zu formulieren, darzustellen oder auf den Markt zu bringen.

Manchen Menschen hilft ein echtes analoges, gedrucktes Buch mehr, als im Internet zu recherchieren. Vielleicht liegt es daran, dass sie es konkret in ihren Händen halten. Wenn du auch der haptische Typ bist, schau mal nach, was dein Bücherregal zu bieten hat oder deine nahe gelegene Buchhandlung. Auch der Ikea-Katalog kann eine prima Inspirationsquelle sein.

  1. Das Internet, die wohl größte Sammlung von Ideen

Das Internet als größte Sammlung von Informationen bietet sich an, um deiner Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Das einfachste ist Googles Autocompletefunktion: Gib einen Begriff ein und schau dir an, was andere dazu bereits gesucht haben. Um weitere Wortassoziationen zu bekommen, nutze ich gerne den Duden, oder Synonymthesaurus, der schnell begriffliche Alternativen ausspuckt.  Manchmal nimmt ein alternatives Wort einer Wortblockade den Wind aus den Segeln.

Der Google Adwords Keywordplaner oder andere Keywordrecherchetools (vom Seo Book zusammengetragen), kannst du prima zweckentfremden, um auf weitere kreative Ideen zu kommen. 😉 Falls du gerade mit Texten beschäftigt bist, hast du sogar gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn deine SEO-Keywords sind auch schon recherchiert.

  1. Kreativitätstechniken – Ideen mit Methode

Das würde eine ganze Weile dauern, die vielen kreativen Strategien und Methoden vorzustellen. Daher empfehle ich dir meinen Liebling: die Disneystrategie. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass wir selbst uns am meisten im Weg stehen, wenn wir eine Idee umsetzen wollen.

Walt Disney war dafür bekannt, seine Ideen auf besondere Weise zu entwickeln: Er nahm nacheinander verschiedene Rollen ein und änderte für jede von ihnen die Körperhaltung und den Ort. Die unterschiedlichen Rollen bestehen aus dem Träumer, dem Realisten und dem Kritiker.

In Teams lässt sich diese Technik einsetzen, in dem jedes Teammitglied eine Rolle einnimmt, aber auch für dich allein kannst du diese Methode leicht ausprobieren. Nimm nacheinander jede Rolle ein und wenn dich das Ergebnis noch nicht zufriedenstellt, mache weitere „Durchgänge“.

Dein Träumer entwickelt frei eine Idee oder Vision. Dein Kritiker greift die Idee auf und lenkt den Blick auf mögliche Probleme. Der besondere Teil der Disney-Strategie ist der Realist:  Um die Idee auf die Straße zu bekommen, benennt er Aufgaben, analysiert, macht Pläne, strukturiert und löst Probleme.

Nimm dir Zeit und überlege dir, welche Körperhaltung zu deinen Rollen passt. Mein Träumer liegt auf dem Sofa, während mein Kritiker sich aktiv im Raum bewegt. Finde deinen Weg, diese Technik auszuprobieren ob mit unterschiedlichen Räumen oder verschiedenen Stühlen. Wichtig ist, dass du die verschiedenen Positionen sauber hältst, also als Träumer nur Ideen formulierst, ohne sie zu bewerten. Wenn du deine Idee mit einem “Ja, aber” vermischt, riskierst du, dass sie gar nicht erst reifen darf. Gib deinen Ideen eine Chance und erarbeite mit deinem Realisten eine solide Umsetzung.

Wenn du mehr zu kreativen Techniken wissen möchtest, findest du hier mehr Information zu verschiedenen Techniken und Methoden auch für Teams.

Grundsätzlich gilt:

  • Kreativität ist nicht linear, sondern erzeugt eher sprunghafte Ideen und Gedanken. Das ist der Grund, warum eine lineare Liste wenig hilfreich ist, um deine kreativen Gedanken zu dokumentieren.
    Versuche eine Form zu finden, die deinen Gedankenblitzen gerecht wird. Mindmapping ist eine großartige Möglichkeit Ideen und Lösungen zu notieren, egal ob du ein Programm wie Mindmeister oder Freemind, ein einfaches Blatt Papier oder Post-Its dafür nutzt.
  • Sorge dafür, dass du überall deine Ideen festhalten kannst: Als Smartphone-Power-User nimm eine Sprachnachricht auf, als Notizzettelfreund trage immer Zettel und Stift mit dir herum. Nichts ist Schlimmer als eine gute Idee, die versickert, weil du sie nicht notieren konntest.

Als Motivation möchte ich dir zum Abschluß noch ein Video empfehlen. Es ist von einem meiner großen Vorbilder zum Thema Kreativität und Gehirn. Schau dir an, wie Vera Birkenbihl mit Leichtigkeit ein “Analograffitti” entwickelt:

 

 

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Welche Dinge tust du, um aus der Kreativblockade zu entkommen? Hinterlasse mir doch einen Kommentar!

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