Kehrwochen für dein Marketing - Teil ll

Kehrwochen für dein Marketing – Teil 2

Die Kehrwochen für dein Marketing gehen in die zweite Runde: Es geht um Dinge, die du einmal aufhängst oder installierst und dann lange nicht mehr anschaust…

Kümmere dich um deine Außenwerbung

Je nach deiner Art von Business wirst du eine Reihe von Werbemitteln am Start haben, die im wahrsten Sinne des Wortes dein Aushängeschild sind: deine Außenwerbung.

  1. Schilder

    Sie sind hilfreich, notwendig und doch unspektakulär: Schilder .
    Oft hängen sie seit dem Einzug unverändert an Bürotüren, neben dem Eingang und auf Hinweistafeln. Nimm dir die Zeit, genau zu schauen, ob sie aktuell, intakt und sauber sind. Bevor jemand deine Räume das erste Mal betritt, sieht er zuerst deine Schilder. Mit eingerissenen Schriftzügen oder abgeplatzten Beschichtungen tauscht du sie besser aus.

  2. Autowerbung

    Das Gleiche gilt für Autobeschriftungen: Stelle fest, ob sie klar und deutlich lesbar sind und ein sauberes Auto zieren. 😉 Bei Werbung auf Autos ist immer die Frage, welche Informationen  du vermitteln möchtest.

    Manche Unternehmen platzieren nur ihr Logo ohne Kontaktdaten auf dem Autoheck, manche nutzen die Autotür als Alternative zur Visitenkarte.  Viele Dienstleister, die ich kenne sehen von Autowerbung ab, weil sie darin keinen Vorteil sehen.

    Wenn du viel in der Region unterwegs bist, ist Autowerbung eine gute Möglichkeit, Präsenz zu zeigen. Besitzt du eine kleine Fahrzeugflotte, die beschriftet ist, halte sie auch aktuell, zum Beispiel bei einem Fahrzeugwechsel und entferne Werbung, wenn du ein Auto abgibst.

  3. Arbeitskleidung

    Gerade bei Handwerkern fällt mir immer wieder auf, dass sie zwar  „Blaumänner“ tragen, aber oft auf ein Branding auf der Kleidung verzichten. Das ist in meinen Augen Sparen an der falschen Stelle, zumal individualisierte Kleidung mit Firmenlogo heute recht günstig zu haben ist.

    Ein großer Vorteil von Arbeitskleidung mit deinem Corporate Design ist die klare Identifikation deines Unternehmens: für deine Kunden und deine Mitarbeiter.

    Auch für Dienstleister ist es durchaus interessant, geschäftsmäßige Kleidung mit dem eigenen Logo oder Schriftzug zu versehen und bei Terminen und Veranstaltungen zu tragen. Das „Sportstudio“ bietet jeden Samstag Beispiele, wie du Businesskleidung branden kannst ;-).

  4. Give-Aways

    In Katalogen für Werbemittel findest du viele „günstige“ Angebote, die du mit gesunder Skepsis betrachten solltest. Gerade in kleinen Unternehmen, wo das Budget für solche Extras eher klein ausfällt, finde ich: Weniger ist mehr.

    Suche deine Give-Aways sorgfältig aus und achte auf Qualität. Klapprige Werbeartikel sind wenig nachhaltig und sprechen nicht positiv für dein Unternehmen.Wenn du nicht die nächsten fünf Jahre Regencapes oder Schlüsselanhänger verteilen möchtest, bestelle nur soviele, wie du brauchst. Manche Werbemittel  vor allem aus Kunststoffen lassen sich nicht unbegrenzt lagern, weil sie brüchig werden oder an Farbe verlieren.

    PS: Vergiss nicht alte, blasse, nicht mehr passende und damit überflüssige Werbegeschenke zu entsorgen.

Website

In der letzten Woche habe ich bereits ein paar Dinge zum Thema Texte gesagt. Im zweiten Teil stehen mehr die Bilder im Vordergrund. Außerdem habe ich ein paar Tipps für dich, wie du den technischen Staub von deiner Internetseite entfernst.

1. Bilder auf der Internetseite

Bilder sind das Salz in deiner (Internet)Suppe. Sie sind allerdings einer der häufigsten Gründe, warum Seiten sich langsam aufbauen. Mit diesem Tool von Hubspot testest du leicht deine Seite und bekommst eine ausführliche Analyse, die dir eine Menge weiterer Arbeit aufhalsen kann und viele Tipps zum Thema Suchmaschinenoptimierung für dich bereit hält.

Unter anderem prüft das Tool, ob die Ladezeit drei Sekunden überschreitet. Schaue dir deine Bilder genau an und prüfe in deiner Mediathek, ob du Dubletten gespeichert hast und wie groß sie sind. Bei Jutta Beyer erfährst du, wie du deine Bilder optimal fürs Web vorbereitest, auch ohne Photoshop. Alle unbenutzten Fotos wie die Beispielbilder aus deinem Theme löscht du aus der Mediathek.

2. Urheberrecht

Das Urheberrecht ist ein komplexes Thema. Viele verwechseln die korrekte Kennzeichnung von Bildern mit der Lizenznutzung. Unabhängig davon, ob du ein Bild aus einer kostenfreien Bilddatenbank nutzt, oder eine kostenpflichtige Lizenz bei einer Stockagentur kaufst, gilt für alle Bilder das deutsche Urheberrecht. Hier liest du, was du besser nicht tust und wie du eine Abmahnung vermeidest.

Portraitfotos von dir unterliegen auch dem Urheberrecht. Kläre mit deinem Fotografen, wie umfangreich du deine Bilder nutzen kannst und wie sie gekennzeichnet werden. Das aktuelle Urteil zu Pixelio zeigt lediglich, dass bei Abmahnungen nicht mehr irrsinnige Unsummen aus Geschäftemacherei aufgerufen werden können. Dennoch: Wenn du sicher gehen willst, hältst du das Urheberrecht ein. Prüfe, ob du ordnungsgemäße Lizenzen für deine Bilder hast und kennzeichne die Bilder korrekt .

3. Überflüssiger Seitenballast

Im Laufe der Zeit sammeln sich im Backend diverse Plugins an, die du ausprobiert hast und aus verschiedenen Gründen nicht im Gebrauch hast. Schaue sie durch und deinstalliere alles, was du nicht brauchst. WordPressthemes, die du nicht nutzt, kannst du ebenso leicht löschen.

Mehr Tipps zum Entrümpeln deiner Website zeigt dir Michaela Schara bei Midesign.

Branchenbücher, Webkataloge und Co.

Seit Jahren nutze ich analoge Branchenbücher nicht mehr, sondern recherchiere Adressen und Kontaktdaten hauptsächlich online.

Die Branchenbuchverlage haben sehr zu kämpfen, denn immer mehr nutzen Suchmaschinen statt gedruckte Adressverzeichnisse. Wenn du noch einen Eintrag in einem klassischen Branchenbuch hast, nimm dir die Zeit zu prüfen, ob deine Daten korrekt sind.

Online-Branchenbücher sind eine Alternative dazu und bieten dir die Möglichkeit, deine Firma im Netz zu präsentieren. Der Umfang eines kostenlosen Eintrags ist sehr unterschiedlich. Sebastian Heinen befürwortet einen vorsichtigen Umgang mit Branchenbüchern und rät davon ab, viel Geld dafür auszugeben. In diesem Artikel hat er eine Liste der suchmaschinenrelevanten Seiten erstellt, bei denen du dein Unternehmen guten Gewissens eintragen kannst.

Im Sinne der Kehrwochen für dein Marketing:

  • Überprüfe alle Profile und Einträge, die für dein Unternehmen existieren: In Branchenverzeichnissen, Foren, bei Google Business…..
  • Wenn du vor hast, dich in Online-Branchenbüchern einzutragen, ein kleiner Tipp: Schreibe es dir auf, ob als Excel-Tabelle oder Evernote Notiz. Das hilft dir, den Überblick zu behalten.
  • Schau regelmäßig bei den betreffenden Seiten vorbei. Ähnlich wie in sozialen Netzwerken ändert sich das Layout von Zeit zu Zeit und dein altes Bild passt nicht mehr.
  • Übertreibe es nicht mit den Einträgen, die du pflegen musst.
  • Deine zukünftigen Kunden und die Suchmaschinen freuen sich, wenn deine Daten überall gleich sind.

Habe ich etwas vergessen? Hinterlasse mir doch einen Kommentar und schreibe mir, wie deine Kehrwochen ausschauen!

6 thoughts on “Kehrwochen für dein Marketing – Teil 2

  1. Danke herzlich für die immer wieder super interessanten und nützlichen Hinweise. Sie helfen mir sehr! Das reiche Wissen so grosszügig zur Verfügung zu stellen ist ein wunderbares Geschenk.

    1. Vielen Dank Doris für die herzlichen Worte! Ich freue mich, wenn ich einen kleinen Beitrag leisten kann, damit sich (auch kleine) Unternehmen von ihrer besten Seite zeigen…

  2. Hallo Susanne,

    gute Erinnerung, so eine „Kehrwoche“ sollte fester Bestandteil des Jahres bzw. in regelmässigen Abständen gehalten werden.
    Es sammelt sich so schnell so viel an, das nicht mehr aktuell ist oder Gebrauchsspuren zeigt.
    Danke für die Erwähnung,

    LG Jutta

    1. Hallo Jutta, es macht schon Sinn in regelmäßigen Abständen die eigenen Sachen durchzuschauen..Durch deinen Artikel bin ich daran erinnert worden, mir meine Bilder auch noch mal anzuschauen. Der Jahresanfang ist dafür ein guter Zeitpunkt, um frisch und geordnet zu starten.
      Liebe Grüße
      Susanne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neunzehn + achtzehn =